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Wäre die ganze Natur nichts anderes als ein funktionierender Mechanismus, den man immer besser erforschen, vorausberechnen, kontrollieren kann, dann wäre sie nichts weiter als ein Objekt für uns Menschen. Sie könnte keine ethische Beziehung in uns wachrufen. Die überwiegende Mehrheit unter den Naturwissenschaftlern betrachtet die Natur heute so — mit den bekannten Folgen von Umweltzerstörung und geklonten Schafen. Die Autoren des vorliegenden Buches fragen jeweils aus unterschiedlicher Perspektive: Können wir die Natur so erkennen und verstehen, daß daraus eine ethische Beziehung entsteht? Welches Naturverstehen und welches Naturerkennen führt zu ethischem Handeln?
Wenn Naturerkennen von einer Haltung des Anerkennens gegenüber der Natur ausgeht, dann ist Ethik der Natur nichts Äußerliches. Dieses Wissen von Natur ist selbst ethisch qualifiziert. Daß ein derartiges Wissen über die Natur in Ansätzen durchaus vorhanden ist — in der theologischen wie in der allgemeinen wissenschaftlichen Tradition — wird in den Beiträgen des Buches aufgezeigt.
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